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Sollten Sie Interesse haben den Vortrag über diese Reise noch einmal zu sehen sende ich Ihnen gerne nähere Infos zu.

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tibet
unterwegs am fusse des mount everest

Wieder ein Radabenteuer in Angriff zu nehmen überlegte ich mir ein neues Ziel.
Was wollte ich schon immer einmal machen und wo zieht es mich schon lange in meinen Gedanken hin? Die Wahl schien mir einfach, ich wählte mir das »Dach der Welt«.

Im Juli 2004 flog ich nach Kathmandu um von dort weiter nach Lhasa zu fliegen, im Gepäck mein Fahrrad und Zelt. Es schien anfänglich ein Problem zu sein als einzelne Person nach Tibet einreisen zu können. Das hat sich dann aber Dank Hilfe in Kathmandu ermöglichen lassen.

So flog ich nach Lhasa um mit dem Rad wieder zurück nach Kathmandu zu kommen. Lhasa liegt auf 3990 Meter und ist somit die zweit höchstgelegene Stadt der Erde. Du tauchst in eine von Mystik gezeichnete Landschaft ein, eine andere Welt die du betrittst und in der du sehr gastfreundlich aufgenommen wirst.

Ich verbrachte 3 Tage in Lhasa um mich auf diese Höhe einzustellen, die Potola zu besichtigen und letzte Vorbereitungen zu treffen für meine Reise. Anfänglich gings noch auf sehr guten Strassen entlang, doch kaum aus der Stadt heraus waren nur mehr Schotterstraßen vorzufinden. Somit gestaltete sich das Vorwärtskommen oft als sehr schwierig. Der erste Passübergang war wohl im nachhinein gesehen das härteste meiner ganzen Reise. Kein Fahren war mehr möglich, nur ein Schieben – und das auf einer länge von über 50 Kilometern – bis zu den Knöcheln im Schlamm zu stecken, oft in Gedanken was noch alles kommen könnte …

Die nächsten Tage verliefen sehr ruhig und auch von den Straßenverhältnissen reibungslos, somit war ein Weiterkommen leicht möglich. Die kleinen Ortschaften die man durchfährt, immer kamen Kinder entgegen um zu schauen. Sehr oft wurde ich von Leuten eingeladen eine kleine Jause zu mir zu nehmen und immer gab es diesen Tee zu trinken.

Entlang der Täler zu fahren in der Einsamkeit, umgeben von den hohen Gebirgen die über 6.000 Meter empor ragen, fast erdrückend da einzutauchen in dieser Landschaft. Kaum Menschen zu treffen entlang des Weges, den ganzen Tag nur mit sich selber beschäftigt, du genießt diese Ruhe –fast schon geisterhafte Stille – den Weg entlang. Hin und wieder passierte es, dass Mönche entlang des Weges kamen, somit war eine kurze Rast immer sehr Willkommen.

Nach ca. 2 Wochen hatte ich das Glück auf ein amerikanisches Ehepaar zu treffen, das mir die Möglichkeit gab mein Gepäck in sein Begleitauto zu geben und somit ein rascheres Weiterkommen möglich war. Der Rest der Reise verlief sehr zügig – auch nicht ganz alleine zu sein und Gesprächspartner zu haben die einen begleiten.

Wir hatten das selbe Ziel der Reise vor Augen, zuerst nach Rongbuk zu fahren und von dort weiter Richtung Grenze um wieder nach Kathmandu zu kommen. Ein wunderbares Erlebnis war es am Fuße des höchsten Berges der Welt zu stehen, diese gewaltigen Berge rundherum zu bestaunen und etwas von den Menschen die hier Leben mitzubekommen.

Einmal so ein Land bereist zu haben lässt es dich nicht mehr los, du spürst diese Ruhe und das Gefühl dem Himmel sehr nahe zu sein. So kamen wir nach ca. 4 Wochen wieder in Kathmandu an, bezogen unser Hotel und freuten uns auf die Heimreise um noch weitere Abenteuer Planen zu können.